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Homepage SoZ - Sozialistische Zeitung, Mai 2007, Seite 07

Top oder Flop

Die Bremer Linke vor der Bürgerschaftswahl

Einleitung von Klemens Alff

Die Gestaltung dieser Seite der SoZ wurde von der WASG-Linken Bremen übernommen. Die WASG- Linke Bremen ist Nachfolgerin der sog. Linkstendenz, die sich im Winter 2005 zunächst nur zur Abwehr von Bestrebungen zusammenfand, Sozialistinnen und Sozialisten aus der WASG auszugrenzen. Später gab sich die LT eine Minimalplattform und begann, weitergehende Themen zu diskutieren.
Nachdem im November nach vielen Konflikten und Verhandlungen feststand, dass die WASG auf einer Liste der Linkspartei zur Bürgerschaftswahl antreten würde, kam es überraschend zu einem erheblichen Zulauf zur WASG-Linken. Und das, obwohl zugleich die einzelnen Mitglieder sich mehr und mehr politischen Aktivitäten außerhalb des Parteiprojekts zuwandten. Die WASG-Linke begann 2007 wieder mit regulären Treffen und Debatten. Es wurde ein prekärer Konsens darüber gefunden, dass es ein unverzichtbarer Gewinn sei, Menschen aus so unterschiedlichen politischen Traditionen wie SPD, Autonome oder DKP im Rahmen der WASG zusammengebracht zu haben.
Dies scheint zu funktionieren, obwohl sich zwei neue organisatorische Kerne aus der WASG-Linken heraus bilden, zunächst eine arbeitsfähige Gruppe des Netzwerks Linke Opposition (NLO), dann aber auch ein Kreis von Interessenten der Internationalen Sozialistischen Linken (ISL). Zuvor schon hatten einige bei der erfolgreichen Bremer Gruppe Solid.org mitzuarbeiten begonnen, die man der Interventionistischen Linken zurechnen kann. Der sehr aktive Bremer SALZ-Kreis wird ebenfalls hauptsächlich von Mitgliedern der WASG-Linken getragen; er findet Anerkennung bei der offiziellen WASG und der Linkspartei.
Mehrheitlich lehnt die WASG-Linke eine weitere Mitarbeit im Parteiprojekt ab. Eine Minderheit nimmt aktiv am Wahlkampf teil, obwohl sie von der fusionierten Partei ebenfalls nur eine fortgesetzte Apparatmacht der alten PDS erwartet. Die Minderheit will jedoch an die Erwartungen, die von außen an die Partei herangetragen werden, anknüpfen. Die Kandidatur von Jost Beilken ist entschiedenster Ausdruck dieser Linie.

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